Teezubereitung

Alles, was der Teefreund zur richtigen Teezubereitung wissen muss

Für einen besonderen Teegenuss ist die richtige Zubereitung entscheidend: Nicht nur die Teemenge, sondern auch die Ziehzeit und die genaue Wassertemperatur sind von größter Bedeutung, wenn es um die richtige Zubereitung einer heißen Tasse Tee geht. Doch keine Panik: Die richtige Teezubereitung ist kein Hexenwerk – mit einigen wertvollen Informationen ist ein schmackhafter Tee schnell und einfach zubereitet.

Die richtige Teemenge – hier herrscht Informationsbedarf

Teemaßlöffel für die ideale TeezubereitungDie richtige Teezubereitung beginnt bereits bei der genauen Teemenge – viele Menschen bereiten ihren Tee nämlich entweder mit zu viel oder mit zu wenig Teeblättern zu, da häufig das nötige Wissen zur richtigen Dosierung von grünem, schwarzem, weißem oder von Früchte- bzw. Kräutertee fehlt. Grundsätzlich gilt in Bezug auf die Teemenge bei der Teezubereitung: Pro Tasse einen Teelöffel – diese Regel stimmt allerdings nicht immer. Der Grund dafür ist der, dass das Volumen eines Tees teilweise stark von dessen Gewicht abweicht: Bei der klassischen Teezubereitung, der sogenannten Zwei-Kannen-Methode, werden etwa 10 – 15 g an trockenem Tee pro Liter eingerechnet – ein Teelöffel von kleinblättrigen Teesorten, zu denen beispielsweise Broken (gebrochene Teeblätter), Fannings (kleinste Teepartikel) oder Dusts (Tee-Staub) gehören, entspricht einem Gewicht von etwa 5 – 6 Gramm. Möchte man einen kleinblättrigen Tee richtig zubereiten, sollten demnach sogar etwa zwei Teelöffel verwendet werden – bei Ganzblatt-Tees verhält sich dies wiederum anders: 1 gehäufter Teelöffel einer Teemischung mit ganzen Blättern entspricht einem Gewicht von etwa 3 – 4 Gramm, weshalb Teefreunde ihr liebstes Heißgetränk aus ganzen Blättern mit etwa 3 – 4 Teelöffeln zubereiten sollten.

Diese Regeln gelten für die Zubereitung von Tee nach der Zwei-Kannen-Methode – bereitet man sein Getränk nach anderen Methoden wie nach dem chinesischen Gong Fu Cha oder dem japanischen Chanoyu zu, darf man solche Faustregeln getrost vergessen: Hier zählen die Dosierungshinweise des Fachhändlers. Grundsätzlich gilt in Bezug auf die richtige Dosierung des Tees, dass der Boden der Teekanne mit Tee bedeckt sein sollte – dies ist allerdings wiederum grundsätzlich von der Gießschule abhängig.

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Die richtige Wassertemperatur sollte nicht unbeachtet bleiben

Hat man es schließlich geschafft, die richtige Menge an Tee in die Tasse oder die Kanne zu füllen, folgt bereits das nächste Mysterium der Teezubereitung: die richtige Wassertemperatur. Viele Teefreunde lassen ihr Teewasser im Wasserkocher kurz aufkochen und brühen schließlich ihren Tee damit auf – das ist grundsätzlich nicht komplett falsch, allerdings gibt es auch was das Wasser für die Teezubereitung angeht, viel zu beachten. In erster Linie sollte das richtige Teewasser selbstverständlich frei von Verunreinigungen durch Kalk oder Chlor sein – ein Wasserfilter und/oder das kurze Abkochen des Teewassers können bei unreinem Wasser Abhilfe schaffen. Vergessen Sie dabei auf keinen Fall die Weisheit des alten Teemeisters der Qing-Dynastie, Zhang Dafu: „Die Qualität einer guten Tasse Tee hängt zu 20 % vom Tee selbst ab und zu 80 % vom verwendeten Wasser“. Ist das Wasser zur Teezubereitung vorbereitet und für geeignet befunden, kommt die Wassertemperatur ins Spiel.

Die richtige Wassertemperatur ist in erster Linie vom entsprechenden Tee abhängig: Grüner Tee wird beispielsweise mit 60 – 70°C warmem Wasser zubereitet, während der hitzeunempfindliche Schwarztee direkt nach dem Aufkochen mit 95°C heißem Wasser aufgegossen wird. Dabei gelten folgende Faustregeln:

  • Pu-Erh Tee: ca. 100°C
  • Schwarzer Tee: ca. 95°C
  • Oolong Tee:  70 – 90°C (höhere Temperatur bei gerolltem Oolong)
  • Grüner und Weißer Tee: 60 – 80°C

Hat man gleich beim Wasserkochen ein Thermometer zur Hand, gestaltet sich die Identifizierung der richtigen Wassertemperatur als recht einfach – ist dies jedoch nicht der Fall, müssen Teefreunde trotzdem nicht verzagen: Abhängig von der Menge des gekochten Wassers und der Außentemperatur hat das Wasser nach einer bestimmten Zeit eine bestimmte Temperatur angenommen. Hier ein Überblick auf Basis einer Menge von einem Liter Tee:

  • Wassertemperatur kurz nach dem Aufkochen ~ 95°C (Für Schwarzen Tee)
  • Wassertemperatur 1 Min. nach dem Aufkochen ~ 80°C (Für Grüne und Weiße Tees)
  • Wassertemperatur 3 - 4 Min. nach dem Aufkochen ~ 70°C (Für Grüne und Weiße Tees)
  • Wassertemperatur 8 - 9 Min. nach dem Aufkochen ~ 60°C (Für japanische Grüne Tees)

Diese Werte gelten allerdings nur für einen Liter Wasser – weniger Wasser kühlt schneller ab, mehr Wasser braucht langsamer zum Abkühlen.

Wie lange soll guter Tee ziehen?

Teesanduhren für die ideale ZiehzeitIst schließlich nicht nur die richtige Menge Tee in der Tasse, sondern hat auch das Wasser seine geeignete Temperatur erreicht, stellt sich die Frage nach der Ziehzeit des Tees. Auch dieser Faktor der Teezubereitung ist von der jeweiligen Teesorte und den Vorlieben des Teetrinkers abhängig. Grundsätzlich gelten dabei folgende Faustregeln:

  • Je mehr Teeblätter, desto kürzer ist die Ziehzeit
  • Je heißer das Wasser, umso kürzer die Ziehzeit
  • Je gebrochener die Teeblätter, desto kräftiger der Geschmack und kürzer die Ziehzeit

Vergessen sollten Teefreunde allerdings den alten Mythos, das Tee grundsätzlich 3 Minuten für eine anregende und 5 Minuten für eine beruhigende Wirkung ziehen sollte – dies mag bei schwarzem Tee vielleicht teilweise stimmen, für alle anderen Teesorten gelten wiederum individuelle Ziehzeiten. Fakt ist, dass in den ersten zwei bis drei Minuten nach dem Aufbrühen des Tees in erster Linie das enthaltene Koffein freigesetzt wird, was eine anregende Wirkung verspricht. Die Gerbsäuren, die im Teeblatt enthalten sind, lösen sich wiederum erst später und wandeln das Koffein daraufhin in eine wasserunlösliche Form um, weshalb ein Tee mit längerer Ziehzeit grundsätzlich nicht beruhigend, sondern lediglich nicht mehr anregend wirkt.

Da diese These allerdings keineswegs verallgemeinert werden kann, gibt es hier einige Angaben zur richtigen Ziehzeit der verschiedenen Teesorten:

Schwarzer Tee

Der schwarze Tee sollte 3 bis 5 Minuten lang ziehen – abhängig von der Intensität der anregenden Wirkung des Tees. Beachten Sie dabei jedoch, dass schwarzer Tee ab einer Ziehzeit von mehr als 5 Minuten eher bitter schmeckt.

Grüner Tee und Weißer Tee

Sowohl bei der Zubereitung von grünem als auch bei der von weißem Tee sollte das heiße Wasser nach dem Aufkochen zunächst ca. 3 Minuten lang abkühlen, damit sich die blumigen Geschmacksnuancen des Tees richtig entfalten können, ohne zu „verbrennen“. Daraufhin sollte der Tee selbst zwischen drei und vier Minuten lang ziehen.

Kräutertee

Auch für die Zubereitung von Kräutertee gibt es einige Faktoren zu beachten: Für einen perfekten Kräutertee verwendet man mindestens einen Teebeutel pro Tasse bzw. mindestens 3 Teebeutel pro Kanne und lässt den Tee dort 5 bis 8 Minuten ziehen – abhängig von der Sorte und den persönlichen Vorlieben.

Früchtetee

Früchtetee lässt sich am einfachsten zubereiten, da es hier für gewöhnlich keine Gerbstoffe gibt, die den Tee nach einer längeren Ziehzeit bitter schmecken lassen. Deshalb wird Früchtetee mit sprudelnd kochendem Wasser aufgebrüht und daraufhin 6 – 8 Minuten lang ziehen gelassen.

 

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